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Verband Deutscher Untersuchungslaboratorien e.V. (VDU)

Weitere Bereiche

1. Arbeitsplatz und Innenraum

Gerade die Bewertung möglicher Innenraumbelastungen erfordert ein hohes Fachwissen im Bereich der analytischen Chemie, der Biologie und Baustoffkunde und der Medizin.

So sind z.B. die im Internet angebotenen Verfahren zur Untersuchung von sedimentierbaren Schimmelpilzen völlig ungeeignet für eine sachgerechte Beurteilung einer möglichen gesundheitlichen Belastung. Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit ist hier oft unerlässlich.

Unsere Mitgliedslabore liefern Ihnen nicht nur einen anonymen zahlenwert oder eine tabellarische Standardbeurteilung, sondern beraten Sie auch fachlich umfassend.

2. Emission und Immissionen

Einige unserer Mitglieder sind akkreditierte Messstellen im Bereich der Emissionen und Immissionen.

Für die klassische Messung der Emissionen an Anlagen nach BImSchG oder TA-Luft sind diese Labore spezialisiert.Auch für Baustellen und temporäre orientierende Messungen verfügen sie über große Erfahrung bei der Planung und Ausführung von Immissionsmessungen.

Messungen zur Bestimmung von Geräuschbelastungen gehören ebenfalls in das Portfolio einiger vdu-Mitglieder. Sie sind anerkannte Messtelle nach §26 BImSchG.

3. Medizinprodukte

Medizinprodukte sind Gegenstände, Stoffe, Instrumente und Apparate inkl. Software, die der menschlichen Gesundheit dienen, ohne jedoch überwiegend pharmakologisch oder immunologisch zu wirken.

Das Spektrum reicht vom Messbecher über chirurgisches Nahtmaterial, 'dermal fillern' für vollere Lippen bis hin zu Herzschrittmachern und Computer-Tomographen. Das analytische Dienstleistungslabor prüft bei Medizinprodukten z.B. die Sterilität eines Skalpells, die Klebkraft eines Heftpflasters, ermittelt die Lösemittelzusammensetzung eines Sprühverbandes, misst physikalisch-chemische Größen wie pH-Werte von Nasensprays, Viskosität Augentropfen, oder den Vernetzungsgrad von dermal fillern und bestimmt die Qualität der Beschichtung eines Koronar-Stents mit einem zusätzlichen Wirkstoff.

Voraussetzung für die Prüfung ist die Zertifizierung gemäß EN-ISO.

4. Arzneimittel

Bei Arzneimitteln überprüft das Dienstleistungs-Laboratorium mikrobiologische, physikalisch-chemische, chemische und galenische Parameter wie z.B. die Tablettenhärte oder die kontrollierte Wirkstofffreisetzung.

Zentral sind Gehalt, Reinheit und abgeleitet davon die Haltbarkeit eines Arzneimittels. Alle angewendeten Prüfverfahren müssen für das jeweilige Arzneimittel validiert sein. Das Spektrum der angewendeten, heute überwiegend instrumentellen Analytik ist sehr breit. AAS/AES, ICP-OES/ICP-MS, Elektrophoresen, Gas- (GC) und Flüssigkeitschromatographie (HPLC) sind heute Standard. GC und HPLC unterstützen in Verbindung mit hoch auflösenden Massen-Detektoren z.B. auch die Identifizierung von unbekannten Verunreinigungen.

Voraussetzung für die Arzneimittelprüfung ist die GMP-Zertifizierung durch die lokal zuständige Behörde.

5. REACH und Toxizitätsuntersuchungen

Die REACH VO (EG) Nr. 1907/2006 macht die Vorlage eines technischen Dossier zur Voraussetzung für den Marktzutritt von Chemikalien.

Das Dienstleistungslaboratorium entwickelt hierfür die Analytik zur Stoffidentifizierung. Je nach Bekanntheitsgrad und Jahrestonnage des einzelnen Stoffes sind weitere Angaben erforderlich, immer jedoch physikalisch-chemische Daten wie Dichte, Schmelzpunkt, Siedepunkt, pH-Werte, die Teil des analytischen Dienstleistungsspektrums sind. Bei kritischen Altstoffen ab 1 Jahrestonne und Stoffgruppen mit noch höherem Gefahrenpotential müssen Toxizitätskenndaten ergänzt werden, z.B. akute Toxizität, Toxizität bei Haut- und Augenkontakt, Ames-Test und aquatische Toxizität.

Die Prüfungen werden von wenigen, darauf spezialisierten Instituten durchgeführt. Dienstleistungslaboratorium recherchiert bei Bedarf solche Daten und stellt sie für die Einreichung bei der Behörde  zusammen.

Termine

Veranstaltungen

Rückblick vom 07.06.2018

07. und 08.06.2018 in Hamburg Weiter...


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