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Verband Deutscher Untersuchungslaboratorien e.V. (VDU)

Lebensmittel

1. Lebensmittel und Bedarfsgegenstände

Die Untersuchung von Lebensmitteln hat in den letzten Jahren enorm zugenommen. Der Lebensmittelmarkt wird von wenigen großen Filialhändlern beherrscht, die so hohe Anforderungen an die Qualität der Produkte und  den analytischen Qualitätsnachweis wie nie zuvor stellen.

Viele Lebensmittelproduzenten unterziehen sich einer Zertifizierung nach dem International Food Standard (IFS). Hier sind die chemischen und mikrobiologischen Anforderungen sehr hoch. Die dem Verband angeschlossenen Laboratorien decken alle Arten von Lebensmittelanalytik ab, von der Schadstoffanalyse bis zur der ab 2015 verbindlich vorgeschriebenen Nährwertanalyse nach der Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) sowie den Anforderungen des IFS.

Auch die Prüfung von Bedarfsgegenständen zählt zu den Arbeitsgebieten der dem Verband angeschlossenen Laboratorien. Für alle Bedarfsgegenstände gelten die Bestimmungen des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches (LFGB) sowie der Bedarfsgegenständeverordnung (BedGgstV) und einer Reihe von EU-Verordnungen. Diese legen fest, welche Materialien für Bedarfsgegenstände und Lebensmittelverpackungen erlaubt sind und wie hoch die Kontamination auf den Körper bzw. aus der Verpackung in die Lebensmittel sein darf.

2. Trinkwasser

An die Qualität von Trinkwasser werden in Deutschland seit langem hohe Anforderungen gestellt. Rechte und Pflichten der Betreiber von Trinkwasserversorgungsanlagen sind in der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) aus dem Jahr 2001 geregelt. Diese Verordnung benennt u.a. je nach Verwendungszweck und Untersuchungsziel Parameter und Grenzwerte, die für die Eignung von Wasser als Lebensmittel einzuhalten sind.

Die TrinkwV wird an den wissenschaftlichen und technischen Fortschritt angepasst, zuletzt mit der 2. Änderung vom 05.12.2012: so gilt beispielweise seit dem 01.12.2013 für Blei ein Grenzwert von 0,01 mg/l im Trinkwasser. Zudem reagierte der Gesetzgeber auf Studien, die eine gesundheitliche Gefährdung durch Legionellen aufgrund von Aerosolbildung bei Warmwasser-Großanlagen in gewerblich genutzten und öffentlichen Gebäuden belegen. Durch nicht den Stand der Technik entsprechende und/oder mangelhaft gewartete Warmwasseranlagen erkranken jedes Jahr in der BRD ca. 30.000 Personen.

Die Untersuchung dieser Proben darf nur durch Labore vorgenommen werden, die in der entsprechenden Zulassungsliste der jeweiligen Bundesländer aufgeführt sind.

Bei auffälligen Legionellenbefunden, die über dem sogenannten Technischen Maßnahmenwert liegen, ist das zuständige Gesundheitsamt zu informieren. Ferner ist eine Ortsbesichtigung durchzuführen und eine Gefährungsanalyse nach § 16 Absatz 7 Nummer 2 TrinkwV 2001 zu erstellen. Hierzu hat das Umweltbundesamt eine Empfehlung veröffentlicht. Die in der Gefährungsanalyse enthaltenen Maßnahmen zur Beseitigung der Ursachen der Kontamination bzw. der Sanierung der Trinkwasserinstallation sind umzusetzen und der Erfolg der Maßnahmen z.B. mittels Nachuntersuchungen zu belegen.

3. Hygiene und Mikrobiologie

Die mikrobiologische Untersuchung von Lebensmitteln und Trinkwasser ist neben den Qualitäts- und Rückstandsanalysen, eine der wichtigsten Bereiche der Lebensmittelanalytik überhaupt.

Vor dem Hintergrund einer jährlichen Vielzahl von akuten Infektionen und Todesopfern durch pathogene Lebensmittelkeime in Deutschland erlangt die mikrobiologische Untersuchung von Lebensmitteln eine zentrale Bedeutung in der Qualitätssicherung. Hierzu zählen laufende Stichproben aus der Produktion sowie ständige Überprüfung von Mindesthaltbarkeitsdaten verderblicher Lebensmittel.

Auch unser wichtigstes Lebensmittel Trinkwasser unterliegt laufenden hygienischen Kontrollen, um dessen Qualität zu sichern.

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