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Verband Deutscher Untersuchungslaboratorien e.V. (VDU)

Umwelt

1. Boden, Altlasten

Jeder Erwerber eines Grundstückes ist gut beraten, sich mit potentiellen Altlasten auf der zu erwerbenden Fläche vor Abschluss des Kaufvertrages auseinanderzusetzen. Anderenfalls drohen spätestens seit dem Inkrafttreten der Bundesbodenschutzverordnung unkalkulierbare haftungsrechtliche Verpflichtungen zur Sanierung.

Präzise Analysenergebnisse sind eine Voraussetzung zur Beurteilung des Risikos, diese müssen aber auch richtig interpretiert werden können.

Während die Laborfabriken einiger großer Analysendienstleister nur Zahlen liefern, können unsere mittelständischen Mitgliedsunternehmen auch fachkundige Beratung und die Unterstützung durch eigene Sachverständige anbieten.

2. Abfall- und Recyclingstoffe

Mit dem Inkrafttreten der Deponieverordnung in der Fassung vom 02.05.2013 sind nur noch gem. Fachmodul Abfall akkreditierte Laboratorien zur Abfalluntersuchung berechtigt.

Die Probenehmer müssen zudem nicht nur eine entsprechende Fachkunde nachgewiesen haben sondern jetzt auch in das Qualitätssicherungssystem des Untersuchungslabores eingebunden sein. Anderenfalls ist die vorgenommene Abfallanalyse wertlos.

Zahlreiche Mitgliedslaboratorien unseres Verbandes verfügen über diese Anerkennung und geeignete Probenehmer. Sprechen Sie uns an.

3. Kompost

Kompost kann bei sachgerechter Aufbereitung, ein wichtiger Sekundärdünger sein und als Strukturbildner zur Bodenverbesserung eingesetzt werden.

Wichtig ist jedoch, dass der eingesetzte Kompost frei von pflanzenschädigenden Stoffen, Störstoffen und Umweltschadstoffen ist. Für die Probenahme und Qualitätsüberwachung von Kompost sind nur zugelassene akkreditierte und RAL-anerkannte Probenehmer und Laboratorien berechtigt.

Zahlreiche Mitgliedslaboratorien unseres Verbandes verfügen über diese Anerkennung. Sprechen Sie uns an.

4. Klärschlamm

Klärschlamm ist Schlamm, der bei der mechanischen, biologischen oder chemischen Reinigung kommunaler Abwässer in Kläranlagen (Abwasserbehandlungsanlagen) anfällt.

Die Verwertung der Klärschlämme in der Landwirtschaft erfolgt auf der Grundlage der Klärschlammverordnung, die Grenzwerte für die Belastung des Klärschlamms mit Schwermetallen und anderen Schadstoffen enthält. Im Klärschlamm kann eine Vielzahl an organischen Verbindungen mit verschiedenen Eigenschaften und Wirkstoffen vorhanden sein. Diese Stoffe können beispielsweise kanzerogen, mutagen, giftig etc. sein. Sind solche Stoffe im Abwasser vorhanden, können diese bereits bei geringen Konzentrationen über die landwirtschaftliche Aufbringung und Anreicherung in die Nahrungskette gelangen und gesundheitliche Gefahren hervorrufen.

Ein Teil der vdu-Mitgliedslabore verfügt über die notwendigen Zulassungen und Analyseverfahren für die in diesem Bereich anfallenden Untersuchungen.

klärschlamm 

5. Deponiegas und Bodenluft

Bodenluftuntersuchungen sind bei der Suche nach Schadstoffquellen, bei der Erkennung, Lokalisierung und Abgrenzung belasteter Bodenkörper bzw. des Grundwassers eine wichtiger Bestandteil der Umweltanalytik. Nur durch diese Analytik werden Gefahren für die Schutzgüter Boden und Grundwasser transparent und einschätzbar.

Die Untersuchungen von Bodenluft auf leichtflüchtige Stoffe und auf Deponiegase sind dabei wichtige Bausteine bei der Erkundung von Altstandorten und Altablagerungen. Die aus solchen Messungen abgeleiteten Bewertungen haben oft weitreichende Konsequenzen, deshalb ist die Qualität der Messungen wichtig für die Sicherheit der Ergebnisse. Gasproben müssen schnell und richtlinienkonform entnommen werden, Verunreinigungen vor Ort eingegrenzt werden und Prozesse der Bodenveränderung sicher erkannt werden.

Langjährige praktische Erfahrung im Umgang mit dem Messobjekt “Bodenluft” bei Probenahme und Auswertung zeichnen die vdu-Mitgliedslabore aus.

6. Abwasser

Die vdu–Laboratorien arbeiten fachlich auf den Gebieten Wasserwirtschaft, Abwasser, Abfall und Bodenschutz.

Mit der Verordnung über staatlich anerkannte Untersuchungsstellen der wasser- und abfallrechtlichen Überwachung ist das rechtliche Instrumentarium für eine Privatisierung umweltanalytischer Aufgaben bei gleichzeitiger Sicherstellung eines hohen Qualitätsniveaus geschaffen.

Das Qualitätssicherungssystem basiert in seinen Grundsätzen auf der Norm EN ISO/IEC 17025.

Die Möglichkeit der staatlichen Anerkennung erstreckt sich zurzeit auf die Untersuchung von Abwasser, Grundwasser, Sickerwasser und Oberflächenwasser sowie Klärschlamm und Boden

7. Deponieüberwachung

Auch nach der Stilllegung von Deponien, ist der frühere Anlagenbetreiber zur Grundwasserüberwachung verpflichtet.

Zahlreiche unserer Mitgliedsunternehmen führen nicht nur Grundwasserprobenahmen und -analysen im Rahmen der Eigenüberwachung aus, sondern sind auch als beliehene Messstelle durch das jeweils zuständige Bundesland anerkannt und berechtigt die hoheitliche Überwachung anstelle eines Landeslabores auszuführen.

8. Grund- und Oberflächenwasser

Die Überwachung von langfristigen Veränderungen im Gewässerchemismus wie auch die Direkt- und Indirekteinleiterüberwachung kann nicht nur von staatlichen Laboratorien sondern auch von privaten Laboratorien ausgeführt werden.

Insbesondere die große zeitliche Flexibilität der mittelständischen Labore bieten dem Auftraggeber vielfältige Vorteile. So kann auch unmittelbar nach Störfällen rasch eine Probenahme und Analytik erfolgen, so dass sachgerechte Beurteilungen von Havarien möglich werden, anstelle von Spekulationen.

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Rückblick vom 07.06.2018

07. und 08.06.2018 in Hamburg Weiter...


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